unsere Partnerschulen

B I L D E R   V O N   D E R   D E U T S C H E N   S C H U L E   H U M B O L D T 



B E R I C H T   Ü B E R   S C H Ü L E R A U S T A U S C H   2 0 0 9 

Ein kleiner Reisebericht, der exemplarisch auf jedes Gastschülerjahr zutrifft.

Wenn einer eine Reise tut...
...dann kann er was erleben – so heißt es im Volksmund. 15 Schülerinnen und
Schüler unserer Schule konnten diese Erfahrung während ihres Aufenthalts im
Januar/ Februar dieses Jahres machen. Als Austauschschüler verbrachten sie 7
Wochen in Deutschland und erlebten unter anderem Schneefall und Rauhreif,
Temperaturen von bis zu - 17°C, Schule einschließlich solcher Fächer wie
Französisch, Latein, Kochen, Handarbeit oder Werken, das Leben in der
Gastfamilie mit Dialekt, Gastgeschwistern, Zuarbeit im Haushalt, typischem
Essen und Ausflügen, Fastnachtsumzügen, die so ganz anders sind als der
brasilanische Karneval - und das alles auf Deutsch! Da kann man schon etwas
erleben.
Nach dem Abschied von den Eltern und Geschwistern auf dem internationalen
Flughafen Cumbica begann unsere Gruppe einen Flug ohne besondere
Vorkommnisse nach Stuttgart über Mailand. Allerdings tat kaum jemand ein
Auge zu. War das die Aufregung? Beim Aussteigen in Mailand wehte uns die -
7°C kalte Winterluft um die Nase - wir hatten den brasilianischen Sommer
definitiv hinter uns gelassen! Nachdem die Schnee bedeckten Alpen von allen
bewundert und vielfach fotografiert worden waren und feststand, dass uns die
zweimotorige Propellermaschine sicher nach Stuttgart bringen würde, vielen
endlich die müden Augen zu. In Stuttgart wurden wir von Dieter, unserem
fürsorglichen Begleiter der Partnernorganisation DJO, und zarten
Schneeflocken begrüßt.
In der Jugendherberge, von der man einen herrlichen Blick über die Stadt
Stuttgart hat, wurden die Zimmer bezogen und zu Mittag gegessen,
anschließend ein erster Erkundungsgang in die Stadt unternommen. Bis zum
Abend hatte es 15cm geschneit!
Während unseres Aufenthalts in Stuttgart begeisterten vor allem die
ansprechende Führung im Haus der Geschichte sowie die Sonderangebote der
Einkaufsmeile Königsstraße.
Zweite Station der ersten gemeinsamen Woche war München. Die bayrische
Landeshauptstadt hieß uns mit tiefblauem Himmel, strahlendem Sonnenschein
und Eiseskälte willkommen. So waren Programmpunkte wie die beheizten
Kirchen während der Stadtführung oder das interessante Deutsche Museum
immer auch Orte zum Aufwärmen. Beim Besuch des Bavaria Filmstudios
spürten wir alle schmerzhaft an unseren halberfrorenen Füßen, dass
Sonnenschein im Winter trügerisch ist.
Dann ging alles ganz schnell: Bei unserer Ankunft in Stuttgart warteten bereits
die ersten Gasteltern, um ihre "Gastkinder" für die nächsten knapp sechs
Wochen in Empfang zu nehmen. Am nächsten Morgen klingelte bereits für alle
der Wecker zum ersten Schultag.
Die Schülerinnen und Schüler waren im gesamten Bundesland Baden-
Württemberg in Gastfamilien untergebracht, bei denen jeder seine ganz
eigenen Erfahrungen sammelte. Glücklicherweise waren diese insgesamt alle
sehr positiv und in vieler Hinsicht lehrreich.
Am Freitag, den 20.02. 2009, trafen nach und nach alle Schülerinnen und
Schüler wieder in der Stuttgarter Jugendherberge ein, wo es Abschiedstränen
und ein buntes Stimmengewirr gab, denn es gab ja so viel zu erzählen ...
Am nächsten Morgen ging es frühzeitig zum Flughafen, wo wir uns von
unserem Begleiter Dieter und der Stadt Stuttgart verabschiedeten, um den
langen Heimflug über Frankfurt/ Main und Rom anzutreten. Während der
Rückreise war ausreichend Zeit, den Freunden von Erlebnissen zu berichten,
Erfahrungen auszutauschen, zu schlafen, letzte Einkäufe im DutyFreeShop zu
tätigen und sich langsam auf die Heimkehr vorzubereiten.
Nach 26 Reisestunden sind wir müde, aber wohlbehalten in Cumbica gelandet,
wo wir von Verwandten und Freunden sehnsüchtig erwartet und empfangen
wurden. Einige Koffer sind verspätet eingetroffen, aber das gehört wohl dazu,
wenn man eine Reise tut...